Vom Kindergarten zur Kindertagesstätte

Neuschaffung eines Krippenbereiches in unserem Kindergarten

Zur Entstehungsgeschichte

Im Frühjahr 2009 wurde zum ersten Mal der Wunsch nach einer Kleinstkind - Betreuung im Kindergarten Otterskirchen laut. Eine Gruppe junger Mütter äußerte den Wunsch beim Träger der Einrichtung. Dies wurde in großer Runde im Rathaus in Windorf besprochen, alle Eventualitäten abgewogen und im Herbst des Selben Jahres waren es ganze acht Kinder die fest angemeldet waren! Schnell wurde vom Kindergartenteam der Intensivraum zum Krippenraum umfunktioniert, die Bevölkerung spendete fleißig erstes Spielmaterial für unsere Kleinsten zum Start und das pädagogische Personal Bauer Heidi und Krenn Sandra nahmen am 17. November 2009 die ersten Kinder in Empfang. Am 09. März 2010 wurde in der Gemeinderatssitzung der Umbau einiger Räumlichkeiten zur Kinderkrippe besprochen: Am 01. September 2010 soll Eröffnung der neuen Krippe im Kindergarten Otterskirchen sein!

1. Pädagogische Anforderungen im Kleinstkind Bereich
1.1. Der Krippenbereich als Nest für unsere Kleinsten

Unser Ziel ist es immer, ein sicheres, gemütliches Nest für unsere Kleinsten zu schaffen. Einen geschützten Bereich zum Wohlfühlen, Spielen, Entdecken und Lernen. Das pädagogische Personal unterstützt hier die Kinder, bietet Anregungen, betreut, bildet und erzieht die Kinder. Kinder brauchen eine liebevolle Begleitung und Zuwendung von Erwachsenen, damit sie sich gesund entwickeln können. Genauso wichtig sind Kontakte zu anderen Kindern. In der Gruppe macht Vieles einfach mehr Spaß: miteinander spielen, toben, singen, lachen und Erfahrungen sammeln. Das Miteinander in der Kleinkindgruppe bietet dem einzelnen Kind eine Vielzahl von Entwicklungsreizen. Es erlebt sich als Teil eines Ganzen und fühlt sich im Laufe der Zeit zugehörig und wohl in der Gruppe. Da in einer Gruppe viele Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Interessen und Vorlieben aufeinander treffen, lernen die Kinder sich aufeinander einzustellen und nicht nur die eigenen Bedürfnisse, sondern auch die der Anderen wahrzunehmen. Der geregelte Ablauf der Gruppenaktivitäten gibt den Kindern Sicherheit. Das fördert Vertrauen und Geborgenheit innerhalb der Gruppe. Liebgewonnene Rituale erleichtern den Kleinen die Orientierung in der Gruppe und schaffen ein Gefühl von Gemeinsamkeit. Bei allen Vorgängen ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Elternhaus ganz besonders wichtig und es bedarf eines regen Austauschs zwischen KiTa und Eltern.

1.2. Bildung in den ersten drei Lebensjahren

Kinder unter drei Jahren sind motivierte, anspruchsvolle Lerner. Sie sind wissbegierige Forscher, die ihre Welt mit allen Sinnen entdecken und sich - mit dem Rückhalt ihrer Bezugsperson - Schritt für Schritt ausprobieren möchten. Sie lernen durch Zuhören, Beobachtung und Nachahmung. Kinder in diesem Alter leben in einer intensiven Gefühlswelt und brauchen verlässliche Partner, die sie bei der Bewältigung ihrer Gefühle angemessen unterstützen. Kinder sind von Geburt an aktive Mitgestalter ihrer Bildung und Entwicklung und erarbeiten sich durch Eigenaktivität ein Bild von der Welt, sich selbst und anderen (BayBEP). Pädagogische Fachkräfte können frühkindliche Bildungsprozesse fördern in dem sie

  • eine zuverlässige Bezugsperson sind
  • eine entwicklungsfördernde Lernumgebung schaffen
  • die kindliche Entwicklung begleiten und Anregungen geben
  • Kindern Hilfestellung beim Lösen von Problemen und Konflikten geben
  • individuelle Lernerfolge wahrnehmen und positiv verstärken

Bildung stellt sich bereits in der frühen Kindheit als interaktives Geschehen dar - zwischen der Aktivität des Kindes (Aneignung der Welt) und der Aktivität des Erwachsenen (Anregung aller Kräfte). Hierbei ist die Beziehung zwischen Kind und Erzieher und die Interaktion innerhalb der Kindergruppe ganz entscheidend.

1.3. Das sagt der Bayerische Bildungs - und Erziehungsplan dazu

a) "Bild vom Kind"

  • Der neugeborene Mensch kommt als kompetenter Säugling zur Welt. Bereits unmittelbar nach der Geburt beginnt der Säugling, seine Umwelt zu erkunden und mit ihr in Austausch zu treten.
  • Kinder gestalten ihre Bildung und Entwicklung von Geburt an aktiv mit.
  • Jedes Kind unterscheidet sich durch sein Persönlichkeit und Individualität von anderen Kindern.
  • Kinder haben Rechte - universell verankert in der UN Kinderrechtskonvention. Sie haben insbesondere ein Recht auf bestmögliche Bildung von Anfang an; ihre Persönlichkeit, Begabung und körperlich / geistige Fähigkeiten voll zur Entfaltung bringen, ist oberstes Ziel ihrer Bildung.

b) "Bildung als lebenslanger Prozess - Stellenwert der frühen Bildung"

Bildung und Lernen sind in einer Wissenschaftsgesellschaft ein offener und lebenslanger Prozess. Allerdings erweisen sich die ersten sechs Lebensjahre und die Grundschuljahre als die lernintensivsten und entwicklungsreichsten Jahre.

c) "Berücksichtigung von Kindern unter drei Jahren"

  • Integration eines Krippenbereiches in das bestehende KiGa - Gebäude
  • Innere Öffnung - Bereich übergreifendes Arbeiten

 

KiTa Otterskirchen

kiga-konzept-018weebKindergarten Otterskirchen
Jahnstraße 5
94575 Otterskirchen - Windorf
Leitung: Frau Bettina Höltl
Telefon: 08546 - 409
Email: kita.otterskirchen@bistum-passau.de

KiTa Rathsmannsdorf

KiTaRdorf
Kindergarten Rathsmannsdorf
Am Kellerberg 10
94575 Windorf - Rathsmannsdorf
Leitung: Frau Regina Reitinger
Telefon: 08546 - 422
Email: kita.rathsmannsdorf@bistum-passau.de

KiTa Windorf

KiTaWindorf1
Kindergarten Windorf
Friedhofweg 6
94575 Windorf
Leitung: Frau Christina Höltl
Telefon: 08541 - 3402
Email: kita.windorf@bistum-passau.de