Unsere pädagogische Arbeit

Der Bayerische Bildungs - und Erziehungsplan, die Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit, vergleichen wir im Aufbau mit einem Baum:

In den Wurzeln, im Grundstock liegen die sogenannten Basiskompetenzen. Basiskompetenzen werden als grundlegende Fertigkeiten bezeichnet, die das Kind befähigen, mit anderen Menschen in guten sozialen Kontakt zu treten und sich mit den Gegebenheiten in seiner Umwelt auseinanderzusetzen.
Das Kind hat drei grundlegende Bedürfnisse:

  1. Soziale Eingebundenheit
    d.h. dass man sich anderen zugehörig, geliebt und respektiert fühlt.
  2. Selbststeuerung
    d.h. dass man sich als Verursacher seiner Handlungen erlebt.
  3. Kompetenzerleben
    d.h. dass man Aufgaben und Probleme aus eigener Kraft bewältigt.

Die Befriedigung dieser Grundbedürfnisse ist entscheidend für das Wohlbefinden des Menschen. Zur Bildung der gesamten Persönlichkeit des Kindes unterstützen wir auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes die Basiskompetenzen.
Bei unserer pädagogischen Arbeit spielen themenübergreifende Förderschwerpunkte bzw. Bildungs - und Erziehungsperspektiven eine wichtige Rolle: der tragende Stamm des Baumes.

a) Übergänge: Familie - Kindergarten - Grundschule

Übergänge sind zeitlich begrenze Lebensabschnitte, in denen markante Veränderungen geschehen. Jedes Kind bewältigt einen Übergang im eigenen Tempo und bewältigt dabei eine Reihe von Anforderungen. Beziehungen knüpfen, eine neue Rolle annehmen, neue Kompetenzen erwerben usw.

b) Geschlechtsbewusste Erziehung

Mädchen und Jungen sind gleichwertig und gleichberechtigt. Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern werden mit Wertschätzung behandelt. für uns als Fachkräfte stellt sich die Aufgabe, Kinder bei der Entwicklung das Mädchen oder Junge durch die Schaffung eines möglichst breiten Erfahrungsspektrums zu unterstützen. Z.B. Spielzeug, Raumgestaltung ectr.

c) Interkulturelle Erziehung

Ein wesentlicher Bestandteil von interkultureller Erziehung ist kulturelle und sprachliche Aufgeschlossenheit und Neugier. Das Kind hat Freude und Interesse daran, fremde Kulturen kennen zu lernen, zu verstehen und sich damit auseinander zu setzen. Gleichzeitig beschäftigt sich das Kind mit der eigenen Herkunft.

d) Beteiligung der Kinder

Beteiligung bedeutet Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbestimmung. Diese Beteiligung gründet auf Partnerschaft und Dialog. Dem Kind ist es möglich, Eigenverantwortung zu übernehmen und nach gemeinsamen Lösungen und Entscheidungen zu suchen. Im Kindergarten wirken alle Kinder mit. Kinderbeteiligung führt Kinder ein in die Regeln der Demokratie und stärkt das Gemeinschaftsgefühl.

In der Krone des Baumes, die von den Wurzeln und dem Stamm gehalten und getragen wird, befinden sich die themenbezogenen Förderschwerpunkte, die Bildungs - und Erziehungsbereiche:

a) Werteorientierung, Religion

Kinder stehen der Welt unvoreingenommen und staunend gegenüber. Sie stellen Grundfragen nach Anfang und Ende, nach Gott und der Welt. wir legen großen Wert auf religiöse Erziehung, Brauchtumspflege, biblische Geschichten und religiöse Angebote.

b) Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte

Emotionale und soziale Kompetenzen sind Voraussetzungen, die ein Kind befähigen, sich in die Gemeinschaft einzufügen. Dazu gehört der Umgang mit angenehmen und unangenehmen Gefühlen, mit Konflikten, mit Verlust, mit Grenzen, mit Freundschaften, mit Regeln und Kompromissen. Die Kinder lernen im Kindergarten, ihre eigene Meinung in angemessener Weise zu äußern und zu vertreten, Meinungen anderer zu respektieren und Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Soziale Erziehung ist eines der wichtigsten Elemente im Kindergarten.

c) Sprache

Sprachkompetenz ist eine wesentliche Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg, für die volle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Das Kind lernt im Kindergarten aktives Zuhören, Gedanken und Gefühle in Worten auszudrücken, Interesse an Sprache zu entwickeln, sprachliches Selbstbewusstsein und Dialogfähigkeit. Dies geschieht z.B. in Morgenkreisgesprächen, Bilderbuchbetrachtungen, Reimen und Gedichten, gezielt in der Vorschulerziehung, beim Vorlesen und Erzählen, in Rollenspielen, Laut - und Sprachspielen. Bei Kindern nichtdeutschsprachiger Herkunft wird die Sprachentwicklung anhand des SISMIK Bogens überprüft und gegebenenfalls eine Fördermaßnahme durchgeführt.

d) Informations - und Kommunikationstechnik, Medien

In der modernen Gesellschaft sind Informations - und Kommunikationstechnik sowie Medien alltäglicher Bestandteil des Lebens. Kinder kommen von klein auf damit in Berührung und haben ein hohes Interesse daran. Im Kindergarten werden Medienerlebnisse verarbeitet und soweit es die technischen Mittel erlauben, der Umgang mit Medien und Kommunikationsmitteln geübt.

e) Mathematik

Die Welt ist voller Mathematik, geometrische Formen, Mengen und Zahlen lassen sich überall entdecken. Durch mathematisches Verständnis lassen sich Dinge klarer erkennen und schneller erfassen. Kinder lernen Mathematik in der Auseinandersetzung mit verschiedenen Materialien. Mathematisches Denken ist keine natürliche, sondern eine zu erlernende Art und Weise zu denken. Im Kindergarten geschieht das z.B. beim Kochen (messen und wiegen), beim Turnen (Raumerfahrung), beim Umgang mit Ton (geometrische Formen) oder im Morgenkreis, wenn wir alle Kinder zählen.

f) Naturwissenschaft und Technik

Kinder haben Spaß am Beobachten, Forschen und Experimentieren und greifen naturwissenschaftliche Angebote begeistert auf. Das Erkennen von Vorgängen in der belebten und unbelebten Natur trägt dazu bei, sich ein Bild von der Welt machen zu können. Wir bieten verschiedene Angebote zu diesem Bereich an z.B. Werkzeug benutzen, Tiere beobachten, bauen und konstruieren, Naturmaterial sammeln, einfache Experimente durchführen, einfache Messungen durchführen, Sachbücher und Lexika zur Hand nehmen uvm.

g) Umwelt

Umwelterziehung wird zum Schutz und Erhalt unserer Natur ein immer wichtiger werdendes Erziehungsziel. Wir achten auf sinnvolle Mülltrennung, Müllvermeidung und Energiesparmaßnahmen. Die Kinder erforschen verschiedene Elemente der Natur, Wald, Wiese, Wasser und lernen einen wertschätzenden Umgang damit. Wir vermitteln den Kindern eine achtungsvolle Haltung gegenüber Pflanzen, Tieren und Dingen. Die Kinder sollen Verantwortung für die Umwelt übernehmen, Umweltprobleme erkennen und Eigeninitiative entwickeln.

h) Ästhetik, Kunst und Kultur

Kreativität ist die Fähigkeit, im Denken neue, auch unerwartete und überraschende Wege zu gehen. Kinder erkunden ihre Umwelt von Geburt an mit allen Sinnen und machen dabei erste ästhetische Erfahrungen. Im Kindergarten hat das Kind vielfältige Möglichkeiten, kreativ zu sein. Es stehen ihm verschiedenste Materialien zur Verfügung: Holz, Papier, Karton, Farben, Kleister, Ton usw. Es gibt einen Maltisch, Bastelkisten und vielerlei Kreativ - Angebote! Die Kinder stellen zum Anschauen ihre Werke in der Einrichtung aus.

i) Musik

Musik eignet sich für Kinder geradezu ideal, um sich mitzuteilen, Gedanken und Gefühle zu äußern aber auch um emotionale Belastung zu verarbeiten. Musik regt die Fantasie an. Auch die Konzentration, das Gehör und aktives Zuhören wird gefördert. Musik begleitet den Kindergartenalltag in Liedern, im Umgang mit Instrumenten, Klanggeschichten, Stille - Übungen, Tanz, Rhythmik und vielem mehr. "Singende Kinder sind glückliche Kinder"

j) Bewegung, Rhythmik und Sport

Bewegungserziehung ist im Kindergarten unverzichtbar und grundlegend für die Gesundheit und das Wohlbefinden. Bewegung zählt zu den elementaren Betätigungsformen des Kindes. Im Kindergarten gibt es neben regelmäßigen Turnstunden mit gezielten Bewegungsangeboten eine große Bewegungsbaustelle, Bewegungsfreiraum in Haus und Garten, Spaziergänge und Turngeräte.

k) Gesundheit

Gesundheitserziehung ist bereits für Kindergartenkinder im Hinblick auf den verantwortungsbewussten Erwachsenen von großer Bedeutung. Wir üben mit den Kindern Möglichkeiten von Stressabbau, gesunde Ernährung, richtige Körperpflege, Zahnpflege und jahreszeitliches kleiden. Die Kinder sollen lernen, mit ihrem Körper verantwortungsvoll umzugehen.

KiTa Otterskirchen

kiga-konzept-018weebKindergarten Otterskirchen
Jahnstraße 5
94575 Otterskirchen - Windorf
Leitung: Frau Bettina Höltl
Telefon: 08546 - 409
Email: kita.otterskirchen@bistum-passau.de

KiTa Rathsmannsdorf

KiTaRdorf
Kindergarten Rathsmannsdorf
Am Kellerberg 10
94575 Windorf - Rathsmannsdorf
Leitung: Frau Regina Reitinger
Telefon: 08546 - 422
Email: kita.rathsmannsdorf@bistum-passau.de

KiTa Windorf

KiTaWindorf1
Kindergarten Windorf
Friedhofweg 6
94575 Windorf
Leitung: Frau Christina Höltl
Telefon: 08541 - 3402
Email: kita.windorf@bistum-passau.de